# Teilhabe: Mediale Selbstbestimmung in der Praxis

Okt 23rd, 2018 | By | Category: Allgemein

# Teilhabe 2.0 Mediale Selbstbestimmung in der Praxis. Fachtag zum Thema Medienkompetenz und Behinderung am 15.11.2018

 

Fachtag zum Thema Medienkompetenz und Behinderung am 15.11.2018

 

 

Ablauf und Inhalte:

8:00 Uhr | Begrüßung und Eröffnung

8:30 Uhr | Impulsvortrag: Mediale Selbstbestimmung

Raul Krauthausen | Berliner. Autor. Moderator. Medienmacher. Aktivist.

Als Inklusions-Aktivist und Gründer der SOZIALHELDEN, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker arbeitet Raul Krauthausen seit über 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt.
Seit 2011 ist er Ashoka Fellow und engagiert sich bei den SOZIALHELDEN.
Neben dem klassischen Projektmanagement und strategischen Aufgaben, die er inne hat, vertritt er die SOZIALHELDEN-Projekte und deren Vision nach Außen.
2013 wurde Raul Krauthausen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet und im Januar 2014 veröffentlichte er seine Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden – Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“.

9:00 Uhr | Präsentation: Aktuelle Studie „Medienkompetenz in der Behindertenhilfe“

Prof. Dr. Ingo Bosse | Technische Universität Dortmund

Wissenschaftler_innen der TU Dortmund und des Hans Bredow Institutes Hamburg haben sich im Auftrag der Brema mit Fragen zu Gegebenheiten und Voraussetzungen für die Vermittlung von Medienkompetenz und Mediennutzung in betreuenden Einrichtungen der Behindertenhilfe (z.B. Wohneinrichtungen, Werkstätten, Freizeitbetreuungen) im Land Bremen befasst. Ziel der Studie „Medienkompetenz in der Behindertenhilfe in Bremen MeKoBe“ war, zu ermitteln, aus welchen Gründen Menschen mit geistiger Behinderung bislang der Zugang zu Medien in der Behindertenhilfe verwehrt bleibt. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiter_innen von Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung aufgezeigt, um so die Vermittlung von Medienkompetenz zu fördern.

Workshops:

10:30 – 14:15 Uhr | Workshop-Phase inklusive Mittagspause

1. Selbstinszenierung im Netz

Melanie Schaumburg | Carl von Osietzky Universiät Oldenburg

Nico Oppel | Fachleitung Wohnen, Martinsclub Bremen e.V. und Instagram-Influencer

Digitale Medien spielen in Beruf und Freizeit eine zentrale Rolle – wir chatten, skypen, liken usw. und für die meisten ist dies ganz selbstverständlich. Im Umfeld von Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten gibt es immer noch viele Bedenken bei Familie, Betreuuer_Innen und Pädagog_Innen. Insbesondere die ungeschützte Privatsphäre, Cybermobbing, Sucht sowie Online-Kontaktbörsen sind immer wiederkehrende Themen. Diese werden im Workshop aufgegriffen und näher beleuchtet, Chancen und Risiken sowie rechtliche Grundlagen werden dargestellt. Neben dem theoretischen Input wird im zweiten Teil des Workshops das neu gewonne Wissen dazu genutzt, um Ideen für die Praxis zu entwickeln, die ggf. direkt in der eigenen Einrichtung umgesetzt werden können.

2. Aktive Medienarbeit

Heike Weber | Werkstatt Bremen

Bianca Baumgartner | Instawalk’n‘Roll – Bremen aus anderen Perspektiven

Petra Schürer | Leistungsbereich Teilhabe, Koordination Kurse, Martinsclub Bremen e.V.

Moderation: Edina Medra | (bre(ma – Bremische Landesmedienanstalt

In diesem Workshop geht es um praktische Medienarbeit: Wie kann man das Thema mediale Selbstbestimmung in der eigenen Einrichtung alltagsorientiert verankern? Welche Projekte lassen sich niedrigschwellig umsetzen? Wir werden Ihnen Beispiele aus der Praxis zeigen und über deren Machbarkeit in Ihrer Einrichtung diskutieren. Heike Weber von Werkstatt Bremen gibt  einen praxisnahen Einblick in die Ausbildung von MediengestalterInnen. Mit dem preisgekrönten Kurs „Geocaching“ (Preis: Das Ruder“ , dem Medienkompetenzpreis der (bre(ma) und „Instawalk’n‘Roll“ des Internet-Portals „Barrierefreies Bremen“ stellen wir konkrete Ansätze vor.

3. Peer-to-Peer: Medienkompetenz auf Augenhöhe

 Elisabeth Hermanns, PIKSL Expertin der ersten Stunde | PIKSL Labor Düsseldorf

Bernhard Spelten, Koordination PIKSL Netzwerk | PIKSL Labor Düsseldorf

Wie Menschen mit geistiger Behinderung Expert*innen für Wissensvermittlung sein können, zeigt PIKSL aus Düsseldorf in diesem Workshop.
PIKSL bedeutet „Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben“.
Die PIKSL Experten*innen kennen die Barrieren und Ängste im Umgang mit digitalen Medien aus eigener Erfahrung und können Einsteigern dieses Wissen empathisch vermitteln. Hürden werden dabei schrittweise abgebaut und Einsteiger*innen, die bisher wenig Berührung mit der Materie hatten, entdecken in den PIKSL-Kursen eigene Wege bei der Nutzung von Computern oder mobilen Endgeräten. Auf diese inklusive Weise erwerben Menschen mit und ohne Behinderung bei PIKSL Medienkompetenz und werden für die digitale Welt gestärkt.
Dieser Peer-to-Peer Ansatz und die Begegnung auf Augenhöhe sind die Grundpfeiler von PIKSL. In dem Workshop werden praktische Methoden zur Umsetzung des Ansatzes vermittelt.

14:30 Uhr | Ergebnissicherung und Abschluss im Plenum

Schlusswort und Ausblick Carsten Sieling

15:30 Uhr | Voraussichtliches Ende

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