Rückblick Leichte Sprache

Feb 13th, 2013 | By | Category: Allgemein

Wie kommt man zu Leichter Sprache? Warum ist das so wichtig? Und wie wendet man sie an?

Antworten auf all diese  Fragen gab es im Seminar „Leichte Sprache“ von Astrid Felguth.

Zwei Tage lang lernen, verständlich zu schreiben: Das war das Anliegen der 12 Teilnehmer, die zu dem Wochenend-Seminar gekommen waren. Viele stammten aus der Behindertenhilfe, aber  auch zwei Journalistinnen nahmen teil.  Zunächst berichtete Astrid Felguth darüber, wie sie selbst zur Leichten Sprache gekommen ist: Bei der Lebenshilfe hat sie komplizierte Texte für Menschen mit Behinderung übersetzt – in eine Sprache, die leicht zu verstehen ist. „Da wurde mir klar, wie wichtig das ist, und wie groß der Bedarf eigentlich ist“, sagte die Kurs-Leiterin.

Dann ging es in Gruppen an die Arbeit: Prospekte zu ganz verschiedenen Themen besprachen die Teilnehmer. Und sie fanden viele Stolperfallen beim Lesen.

„Wir hatten ein Prospekt zu einem Schwimmbad. Da war die Schrift sehr klein und viel zu eng geschrieben. Wichtige Informationen ließen sich erst auf den zweiten Blick finden. Nicht nur Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund finden so etwas verwirrend“, sagt Sabine Meier, die sich im m|c um die Mitgliederverwaltung kümmert und deswegen an dem Kurs teilgenommen hat.

Wie kann es besser gehen? Kürzere Sätze, eine direkte Ansprache, eine größere Schrift, Konjunktive vermeiden, in der Gestaltung mit Kontrasten arbeiten – um nur einige Beispiele zu nennen. Das haben die Teilnehmer auch gleich geübt. Sie haben Texte umgeschrieben. Das waren selbstgeschriebene Texte, Absätze der UN-Konvention zum Thema Behinderung oder Zeitungs-Artikel.

An den Ergebnissen hat sich gezeigt, dass die Teilnehmer viel aus dem Kurs mitgenommen haben. Ein Besuch von Maren Bolte und Matthias Meyer hat auch sehr geholfen. Die beiden gehören zum m|c Redaktions-Team „durchblick“. Sie haben sich ein paar Texte durchgelesen und mit den Teilnehmern besprochen, was sie verständlich finden und was nicht. Und auch Fragen haben sie beantwortet. „Ich werde sicherlich kürzere Sätze machen und in meinen Anschreiben die Adressaten direkter ansprechen“, sagt Sabine Meier vom m|c. Eigentlich wünschenswert, findet sie, wenn es einen Fortsetzungskurs gibt – zum Weiterüben.

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